

MONTREAL
EIN STÜCK FRANKREICH IN AMERIKA
Man spricht Französisch. Große Prachtstraßen führen im Bogen die Berghügel hinauf. Das geschäftige Stadtzentrum ist ein wunderbarer Stilmix aus moderner und klassischer Architektur. Cafés, gut besucht von attraktiven Menschen, säumen die Gehwege. Ist es Paris? Nein, Chéri – es ist Montreal.
L’ESPRIT – DER GEIST
Gegründet im frühen 16. Jahrhundert als eine der ersten nordamerikanischen Siedlungen wurde Montreal vom Entdecker Jacque Cartier zunächst nach dem geologischen Zentrum "Mount Royal" getauft. Später wurde Montreal zur zweitgrößten Französisch sprechenden Stadt nach Paris. Mit ein wenig Europa in Nordamerika wurde es ein Magnet für Reisende und eine der weltweit aufregendsten Metropolen. Es ist ein Leichtes zu erkennen, warum diese Stadt ein Juwel ist.
Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Insel in der Mündung des St. Lawrence Flusses. Zur Orientierung kann man sich nach dem Mount Royal Park ausrichten, der aus dem Stadtzentrum herauszuragen scheint. Von hier aus spaltet sich die Stadt in verschiedene Bezirke wie das Quartier Latin, Plateau Mont Royal, Vieux Montréal, Quartier Chinois und das Village. Darüber hinaus gibt es die künstlich geschaffenen Inseln, Ile Notre-Dame und Ile St. Helene mit beliebten Touristenattraktionen.
LE CŒUR – DAS HERZ
Der Mittelpunkt des Szenelebens findet im Village statt, einer der größten Siedlungen ihrer Art. The Village erstreckt sich von der St. Denis Street im Westen über die Papineau Avenue im Osten bis zur Sherbrooke Street im Norden und dem Rene-Levesque Boulevard im Süden. Mittendrin befindet sich die mit Regenbogenfarben geschmückte Beaudry Metrostation. Von hier aus erreicht man eine Vielzahl an Cafés, Boutiquen, Antiquariaten, Restaurants und mit Leichtigkeit auch das Nachtleben der Szene. Als zentrale Ader von The Village ist die Rue de St. Catherine ein idealer Ort sowohl zum Abschleppen von Ansässigen beim Cruising als auch um Touristen kennen zu lernen beim Shopping. Doch um ein Gefühl für die Gegend zu bekommen, muss man auf den sich schlängelnden Straßen spazieren. Auf der Lartigue Street kann man restaurierte Ziegelhäuser und malerische Gärten bewundern. Weiter auf der Amherst Street lohnt der Besuch eines der Antiquariate.
LES YEUX – DIE AUGEN
Viel Sehenswertes gibt es in der charmanten und romantischen Altstadt Vieux Montréal. In der Nähe des St. Lawrence Flussufers gelegen, stellt das Vieux Montréal eine exquisite Sammlung von alten Gusseisen-Häusern und Kopfsteinpflaster-Straßen aus dem 18. und 19. Jahrhundert dar. Die ehemals vernachlässigte Gegend entwickelte sich im Zuge einer Runderneuerung zu einer blühenden Landschaft aus Designerläden und Fünf-Sterne-Restaurants sowie zum Establishment der besten Boutique-Hotels in Kanada, wie den Hotels St. Paul und Gault. All dies trägt zur neuen, lebhaften Zukunft der historischen Gegend bei.
LA BOUCHE – DER MUND
In Montreal kann man sinnliche Gaumenfreuden erleben. Die Stadt ist das Zuhause vieler feiner Restaurants. Doch Montreal ist mehr als nur eine französische Enklave mit entsprechender Cuisine. Die Stadt ist die neue Heimat für Immigranten aus China, Haiti, den Philippinen, Libanon, Marokko, Vietnam und Indien, was sich auch in der vielfältigen ethnischen Küche widerspiegelt. Wichtig: In Montreal zieht man sich zum Ausgehen fürs Essen schick an. Lokale wie das gehobene, italienisch-mediterrane "Otto" im W Hotel sind voll von todschick gekleideten Gästen. Noch ein Tipp: Eine gute Richtlinie für das Trinkgeld ist das Äquivalent zur Mehrwertsteuer. Demnach beträgt der "Tip" 15 Prozent.
LES GARÇONS – DIE JUNGS
Hauptattraktion vieler Szene-Lokale sind betörende Stripper, die komplett entblößt zu unvergesslich aufreizenden Tänzen einladen. Die Striplokale bieten für jeden Geschmack etwas: Campus und Stock Bar mit durchtrainierten Athleten, Adonis mit Muskelbergen und das Taboo mit jugendlich aussehenden Typen.
Die Boy-Bars, Tanz-Clubs und Saunas entlang der Rue De St. Catherine Street sind bis in die späte Nacht geöffnet. Chez Cleopatra ist eine der ältesten Dragshow-Bars der Stadt, während Le Drugstore, ein Komplex von acht Lokalen mit großen Terrassen, Ausblicke auf The Village bietet. Die vielerorts ausliegenden, kostenlosen Monats-publikationen wie Etre und Fugues informieren über die aktuellen Veranstaltungen der Szene. Riesige Partys werden monatlich von der Bad Boys Club Montreal Foundation organisiert. BBCM.ORG
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