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DUBAI

ALADINS BUDDELKASTEN

Dubai wächst im Herzen des Mittleren Ostens aus der Wüste empor wie ein modernes Atlantis. Die verhältnismäßig progressive und energische Metropole hat immer die Zukunft im Visier. Während in der Region noch Kämpfe zwischen modernen und traditionellen Gesellschaftsformen ausgetragen werden, feiert man in Dubai das Wachstum. Man weiß in dem Königreich um die endlichen Ölreserven und versucht, sich mit neuen Geschäftszweigen wie dem Tourismus auf die Zeit nach dem Öl vorzubereiten. Besonders die rapide Entwicklung und der Culture-Clash machen Dubai zu einer attraktiven Reisedestination.

DAS LAS VEGAS DES ORIENTS

Dubai liegt am Rand der arabischen Halbinsel als Teil der Vereinten Arabischen Emirate, einem Bund mit hohem Erdölreichtum. Mit seiner Nähe zum arabischen Golf und dem warmen Klima ist Dubai eine neue, heiße Destination für Araber, Europäer und Australier. Um die Wirtschaft auszubauen, öffnete Dubai seine Pforten für Ausländische Investoren und wurde so zur Import-, Wirtschafts-, und Tourismus-Drehscheibe der Region.
Um den neuen Zustrom zu bewältigen, wuchs Dubai exponentiell. Mit dem Ziel, am Ende des Jahrzehnts die vierfache Größe zu erreichen, erschafft Dubai eine völlig neue Welt. Es ist ein arabischer Buddelkasten, in dem auch Kinder des Westens willkommen sind. Hier gibt es das zukünftig höchste Bauwerk der Welt (Burj Dubai), die größte Ski-Halle der Welt, den größten Flughafen der Welt, das größte Unterwasserhotel der Welt (Hydropolis) und sogar künstliche Inselformationen in Form der Weltkarte (World Islands) oder einer Palme (Palm Islands).
Das berühmte "Dubailand"-Projekt soll aus Dubai endgültig eine Vergnügungs- und Tourismus-Oase machen. Getrieben von der Idee, Träume wahr werden zu lassen, wird Dubailand verschiedene Areale umfassen, darunter ein "Las Vegas"-Resort mit mehreren Themenhotels. Eines davon thematisiert Amerika mit einem naturgetreuen Nachbau des Mount Rushmore. Ein anderes wird Frankreich gewidmet mit einem etwas größeren Eiffelturm-Nachbau, und ein weiteres wird Ägypten präsentieren, mit einer eigenen Pyramidensammlung. – Da fragt man sich: "Schämen die sich eigentlich nicht, selbst die Ägypter zu kopieren?" Offensichtlich nicht. Mit über 200 Einzelprojekten beträgt das gesamte Investitionsvolumen in Dubai 70 Milliarden Dollar.

VOM EDELHOTEL AUF DEN SOUK

Es ist einfach, sich in Dubai zurechtzufinden, da das meiste auf Englisch und Arabisch ausgeschildert ist – man verirrt sich hier nicht. Und obwohl die Stadt rasend schnell wächst, kann man die Stadtteile anhand der Sehenswürdigkeiten einfach voneinander unterscheiden. Der Küstenabschnitt heißt "Jumeirah" und beinhaltet viele wunderschöne Strände am Arabischen Golf. Wohlhabende Einwanderer und Araber bewohnen das begehrte Jumeirah-Gebiet und schotten sich in elitären Wohnsiedlungen mit kunstvollen Villen ab, die selbst Donatella Versace erröten ließen. Dieser Stadtteil beherbergt auch vornehme Einkaufspassagen und edelste Hotels, die zu den beliebtesten Unterkünften in Dubai zählen. Das berühmteste davon ist das Burj Al Arab, das sich als einziges Hotel der Welt mit sieben Sternen schmücken kann. Das Gebäude mit der Form eines voll ausgefahrenen Segels wurde zum Synonym für Dubai.
"Deira" umfasst einige der ältesten Stadtteile Dubais, wovon "Old Deira" oft als das Herz und die Seele der Stadt bezeichnet wird. An den östlichen Ufern des Meeresarms Dubai Creek befindet sich ein bunter Mix aus Märkten (Souks). Absolut sehenswert sind der reizende Deira Souk, der Gold Souk sowie der Textil- und Gewürzmarkt. Dazwischen befinden sich moderne Wolkenkratzer und Einkaufspassagen. Auf dem Gewürzmarkt taucht man ein in die sinnliche Welt der arabischen Düfte und des Fernen Ostens, umhüllt von süßem Weihrauch. In diesem Stadtteil gibt es viele malerische Ecken, die es zu entdecken gilt.
"Bur Dubai" setzt sich aus Wohn- und Geschäftsvierteln zusammen, die sich gegenüber von Deira auf der anderen Seite des Creeks befinden. Darunter sind wunderschöne Teilbezirke wie "Karama", "Satwa" und "Oud Metha", die mit volkstümlichen Märkten und Läden verzaubern. Viele Bekleidungsgeschäfte bieten traditionelle arabische Kleidung, pakistanische und indische Saris oder afghanische Hosen an. Die Straßen werden von Märkten gesäumt, wie dem Bastakia Souk, voll mit arabischen Kuriositäten und Souvenirs. Durch die ansässige multikulturelle Gemeinschaft findet man viele Restaurants aus verschiedenen Ländern.

DAS DUTY-FREE-PARADIES

Neben zahlreichen internationalen Veranstaltungen wie dem "Dubai World Cup"-Pferderennen, der Wüsten-Ralley, einigen Golf-, Tennis-, und Rugby-Turnieren und einem eigenen Filmfestival, ist die wahre Leidenschaft Dubais das Shopping. Als offener Hafen mit niedrigem Einfuhrzoll und keinerlei Besteuerung bietet die Stadt dem Schnäppchenjäger unschlagbare Angebote. Eigens für Touristen werden spezielle Shopping-Festivals veranstaltet. Von Januar bis Februar lockt das "Global Village Festival" mit einem riesigen Markt, der Pavillons aus 32 orientalischen, afrikanischen und asiatischen Ländern ausstellt. In den Sommermonaten Juli bis August ist es das "Sommer-Überraschungs-Festival", das Touristen hilft, ihr Kleingeld loszuwerden. Ohnehin sind die gut gekühlten Einkaufsareale in den fünf bis sechs heißen Sommermonaten, ein ange--nehmer Zufluchtsort in Dubai.
Fast schon magisch angezogen wird man von der "Mall of the Emirates" – vielleicht weil es die größte der Region ist. Diese Super-Mall begeistert mit einem Angebot wie auf der Madison Avenue in New York und stillt den Hunger gieriger Shopaholics mit exklusivsten Geschäften. Wen wundert es, dass man gerade hier auch die schwulen Jungs beim Einkaufsbummel und beim Aufstylen in den schicken Läden findet. Ihre bevorzugten Cruising-Fundgruben sind bei Hugo Boss, Zara, Armani ... dort wimmelt es nur so von durchgestylten Jungs mit jeder Menge Gel in den Haaren. Mittlerweile ist es ein beliebtes Cruising-Gebiet, jedoch ohne offensichtliche Handlungen. Es bleibt meistens bei den verführerischen Blicken.

1001 STRÄNDE

Der beste Reisezeitraum für Dubai liegt zwischen Oktober und April, denn in den Sommermonaten erreichen die Temperaturen in der Wüstenmetropole unerträgliche Werte. Außerdem eignen sich die angenehmen Wintermonate hervorragend für die vielfältigen Freizeitaktivitäten an der frischen Luft.
Der beliebteste Zeitvertreib für westliche Touristen und Einwanderer ist das Erkundschaften der traumhaften Strände. Obwohl es viele wunderschöne Strände in Jumeirah gibt, wie beispielsweise den "Kite Beach" und den "Russian Beach", so lohnt es sich vor allem, die Beach-Clubs zu besuchen, trotz der gepfefferten Preise. Da viele der Beach-Clubs zu den Hotels entlang der Küste gehören, wundert es nicht, dass sie von ihnen auch mit hohen Standards betrieben werden. Die meisten sind auch für Nicht-Hotelgäste geöffnet. Die Beach-Clubs sind wie elitäre Freizeitanlagen am Strand. Sie sind auf die wohlhabenden Anwohner und Touristen ausgerichtet, die sich vom Großstadtstress erholen möchten. Es ist kein günstiges Vergnügen, doch die meisten Clubs verbürgen sich damit, ein kaum zu überbietendes Erlebnis anzubieten. Als der nobelste und glanzvollste Club wird der "Jumeirah Beach Club" beworben. Der älteste und bekannteste Club der Stadt hat eine Warteliste mit 2.000 Bewerbern, die eine der begehrten Mitgliedschaft ergattern wollen.

DIE SPIELREGELN

Als Besucher muss man beachten, dass Dubai letztendlich von arabischer Kultur geprägt ist und einige Gesetze hat, die auf dem Islam beruhen. Alkohol und Schweinefleisch sind im Islam verboten, in Dubai sogar rechtskräftig illegal. Dennoch gibt es viele Restaurants und Bars, die Alkohol anbieten unter der Auflage, dass sie sich in einem Hotel befinden. Touristen dürfen eine begrenzte Menge Alkohol in das Land hineinbringen. Auf dem Flughafen findet man eine große Auswahl an Likören und Weinen, um sich einzudecken, bevor man den Zoll nach Dubai passiert. Wie beim Alkohol darf Schweinefleisch nur in Hotelrestaurants serviert werden.
Ebenso wenig sollte man sich über die vielen arabischen Männer wundern, die Händchen haltend oder in Umarmung spazieren gehen. In der moslemischen Kultur gilt es als natürlich, dass Männer diese Art von Zuneigung zeigen – dennoch hat das überhaupt nichts mit Homosexualität zu tun. Homosexualität ist illegal in Dubai, und erst kürzlich gab es in Bars und Clubs Razzien, die sich letztlich gegen die schwule Community richten.
Tatsächlich gibt es eine schwule Szene in Dubai, die stetig wächst, doch in der Öffentlichkeit gilt absolute Diskretion. Viele treffen sich in Hetero-Lokalen und an öffentlichen Plätzen, die nach außen hin nicht als Szene-Treffpunkte gelten, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es gibt auch private Partys, und es ist recht einfach, an einem der Szene-Treffpunkte eine Einladung zu bekommen.
Obwohl viele strenge islamische Gesetzte etabliert sind, werden einige sehr selten angewandt, da der Zustrom an westlichen Touristen gewaltig zunimmt. Diese Gesetze existieren, aber und man weiß nie, wann sie eventuell mit stärkerer Hand durchgesetzt werden. Deshalb sollte man immer Vorsicht walten lassen, um nicht in eine brenzlige Situation zu gelangen oder gar deportiert zu werden.

INFO

BEST SNACK

Für ein ausgefallenes Dinner, sollte man einen Tisch im VERRE (Hilton Dubai Creek, Tel. 04-227-1111) reservieren, mit französischer Küche und eleganter Atmosphäre.

BEST BAR

Asian-Fusion-Drinks gibt es im coolen und angesagten SHOCHO (Dubai Marine Beach Resort).

BEST GYM

THE BIG APPLE Fitnessstudio (Emirates Towers Boulevard Mall, Sheikh Zayed Road) rühmt sich mit der edlen Adresse in den Emirates Towers. Ein netter Mix aus heißen westlichen Besuchern und arabischen Jungs, die sich hier aufpumpen, bevor sie feiern gehen.

MUST VISIT

MALL OF THE EMIRATES (Sheikh Zayed Road) ist ein Muss, weil Shopping hier zur Lebensart gehört. Doch nicht nur die schicken Geschäfte und Restaurants sollte man besuchen, sondern auch SKI DUBAI: Die weltgrößte Ski-Halle ist der ganze Stolz der Shopping-Mall.

BEST CLUB

Im iBO (Millennium Airport Hotel, Al Garhoud Road) findet man die feierwütigen Party-Jungs in einem erfrischenden, nationalen Underground Club. Hier sollte man erfahren, wer eine private After-Party nur für Jungs macht ...

BEST PARTY

Ein Besuch in Dubai wäre nicht komplett ohne die PEPPERMINT LOUNGE (Fairmont Hotel, Sheikh Zayed Road), wo die besten DJs aus aller Welt auflegen.

BEST SPA

Nach einem langen Party-Wochenende, sollte man sich einen Verwöhnbesuch im AMARA SPA gönnen (Park Hyatt Dubai Hotel). Das bedeutet Luxus in Dubai!

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