Reise
 
 

PROVINCETOWN

NEUENGLANDS PARTYDESTINATION

Das im 18. Jahrhundert gegründete ehemalige Fischerdorf Provincetown mutierte zum Paradies für Künstler, Intellektuelle und die schwule Szene. In den vergangenen Jahren wurde es zur begehrten Partydestination, speziell in den Sommermonaten. Die einzigartige Mischung aus idyllischer Kleinstadt-Atmosphäre mit dem Anspruch einer Großstadt macht es zu einem Must-visit nicht nur für viele Touristen von Amerikas Ostküste, sondern auch darüber hinaus.

ZUR LAGE DER STADT

Cape Cod ist eine armförmige Halbinsel am östlichsten Teil von Massachusetts, USA. Westlich grenzt es an Cape Cod Bay und nördlich sowie östlich an den Atlantischen Ozean. Provincetown liegt an der nördlichsten Kapspitze, mit der Bucht zugewandten Häfen sowie malerischen Stränden im Norden und Westen der Stadt.
Die Hauptreiserouten nach Provincetown sind entweder mit dem Auto das Kap hinauf über die Route U.S. -6 – das ist zwar die längste, aber auch die schönste Route – oder mit einer kleinen Charter-Maschine wie Cape Air (FLYCAPEAIR.COM) von Boston direkt nach Provincetown. Doch die meisten wählen die saisonalen Fähren von Boston quer über die Bucht nach Provincetown. Während der dreistündigen Überfahrt hat man genügend Zeit, um seine neuen Urlaubsbekanntschaften kennen zu lernen.
Commercial Street liegt landeinwärts von der Küste der Cape Code Bucht entfernt und ist die pulsierende Hauptschlagader der Stadt. Dort findet man alle Museen, Galerien, Restaurants, Clubs, Cafés, Designerläden und sonstigen Touristenattraktionen. Während der Sommermonate ist die Straße für den Autoverkehr gesperrt und wird so zur beliebten Fußgängerzone an lauwarmen Sommerabenden.

LEBEN ZWISCHEN DEN DÜNEN

Provincetown, liebevoll auch P-town genannt, ist im Grunde wie eine Insel von meilenweitem Sandstrand umgeben. Westlich und nördlich entlang der Stadt gibt es lange Küstenabschnitte, die als nationales Kulturgut geschützt sind. Im Norden der Halbinsel befinden sich die eindrucksvollen Sanddünen, die wellenförmig zum Meer hin verlaufen. Die enormen Sandablagerungen wurden hinterlassen, als sich die Eiszeitgletscher zurückzogen. Später formten Winde den exponierten Landstrich. Verstreut zwischen den Dünen befinden sich ein paar kleine, rustikale Hütten. Die ersten Dünenhütten wurden im 18. Jahrhundert errichtet und wurden später von Künstlern und Schriftstellern entdeckt, die in den 1940er und 1950er Jahren dort hinzogen und sich inspirieren ließen.

Man glaubt, dass Tennessee Williams in einer dieser Hütten gewohnt hat, als er sein Werk "Endstation Sehnsucht" vollendete.
Heutzutage können die einzigartigen Cottages von angehenden Künstlern und Schriftstellern gemietet werden. Wer gerne eins sein möchte mit der Natur, kann dabei eine nahezu magische Erfahrung machen. Oder man nimmt Teil an einer Führung durch die Hütten mit der "Art’s Dune Tour Company": ARTSDUNETOURS.COM
Auf der Westseite der Stadt befinden sich die majestätischen Strände, wo Sonnenanbeter vor sich hin braten. Am Herring Cove Strand versammeln sich Männer und Frauen. Die Nordseite ist fest in Frauenhand, doch je weiter südlich man kommt, so gemischter und familienfreundlicher wird es. Noch weiter südlich kann es schon mal ausschließlich von Männern bevölkert sein. Nach einem weiteren 15-minütigen Marsch gen Süden erreicht man den Nudistenstrand. Es gibt in den Dünen einige tolle Fleckchen mit guter Strandsicht, die leider meist schon belagert sind – doch nicht verzweifeln.
Wer lieber nicht zum Strand gehen möchte, kann einen der Hotelpools zu besuchen, die auch für Nicht-Gäste zugänglich sind. Die beliebten und belebten Pools befinden sich im Crown & Anchor, Provincetown, Inn und im Boatslip.

PICKNICK AM STRAND

Provincetown bietet viele Möglichkeiten, wunderbar zu speisen. Die Stadt war ursprünglich ein Fischerdorf, und deshalb gibt es verschiedene gute Seafood-Restaurants, moderat bis teuer. Als Touristenstadt ist Provincetown natürlich nicht günstig, doch man findet auch gute Angebote beim Stöbern der Speisekarten, am besten auf der Commercial Street mit den meisten Restaurants der Stadt. Gelegentliches Speisen in den Strandrestaurants ist ein Muss.
Für ein Strand-Picknick kann man sich am besten auf den Märkten der Bradford Street mit allem Nötigen eindecken. Oder man kauft sich gleich einen fertigen Picknick-Korb an einer der Mitnahmestellen entlang der Commercial Street. Dann ist es nur noch ein kurzer Weg bis zum Strand.

HOCHFLUT IM SOMMER

Mit seiner liberalen und offenen Einstellung reflektiert Provincetown nicht nur die Haltung des Bundesstaates Massachusetts, in dem homosexuelle Ehen anerkannt werden, sondern empfängt schwule Gäste mit offenen Armen. Wen wundert es da, dass Schwule scharenweise in die Stadt ziehen, und das zu jeder Jahreszeit. Dennoch ist der Sommer am beliebtesten, speziell im Zeitraum um den 4. Juli, sowie um den Labor Day herum. Das ist die Zeit, in der viele ihren Urlaub planen, um das fantastische Wetter und die Massen sonnengebräunter Männer zu genießen.
Provincetown wendet sich an Schwule und Lesben gleichermaßen und vereint alle in beeindruckender Vielfältigkeit: aufgepumpte Muscle Boys spazieren Hand in Hand mit ihren Liebhabern, während Lesben auf Motorrädern vorbeirauschen und BBB-Typen neben Drag Queens von heute und gestern umherstreifen. Es ist zwar ein echtes Dorf, hat aber die Energie einer viel größeren Stadt. Für die Hauptferienzeit sind diverse Großveranstaltungen geplant. Nähere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen in Provincetown erhält man bei David Flower Productions unter DAVIDFLOWER.COM. Während der Ferienzeit gibt es eine ganze Reihe von Partys, sowohl zu Lande als auch auf dem Wasser.
Große Tanz-Partys finden in der Hafenanlage und im Flugzeughangar statt – mit weltbekannten DJs und einer Partymeute, die bis zum Sonnenuntergang tanzt. Da die Bars in der Stadt schon um 1 Uhr schließen, kann man unter dem Sternenhimmel auf einer Bootsparty auf dem Wasser weitertanzen. Für diejenigen, die ihren Schönheitsschlaf brauchen, gibt es auch eine Sonnenuntergangsparty auf dem Boot. Dazu kommen allwöchentlich Partys in den Bars und Clubs der Stadt, falls man doch lieber auf festem als auf schwimmendem Boden trinkt.
Die schwulen Sommerurlauber von Provincetown tun es den früheren Künstlern und Intellektuellen gleich und schlagen hier ihre Wurzeln. Viele haben Eigentum gekauft, Geschäfte eröffnet und engagieren sich in Lokalpolitik und Gemeindearbeit. 1978 bildete sich die hiesige Wirtschaftszunft mit der ausdrücklichen Mission, schwulen Tourismus zu fördern. Heutzutage ist Provincetown als einer der beliebtesten Urlaubsorte für Schwule im Sommer bekannt.

INFO

WAS FÄHRT MANN?

Anstatt im Auto bewegt man sich in Provincetown am besten auf dem Fahrrad. Die Stadt ist ein wahres Paradies für Radfahrer! Das Dorf ist so klein, dass dort Fahrradfahren bequemer, praktischer und spaßiger ist als mit einem Auto. Von einem bis zum anderen Ende der Stadt braucht man nur 15 Minuten auf dem Rad. Zu den versteckten Juwelen der Stadt zählen die Fahrradpfade. Acht Meilen gepflasterte Wege führen entlang der Dünen und Wälder mit eindrucksvollen Ausblicken auf das Meer. Es gibt viele Fahrrad-Vermieter in der Stadt, doch man sollte schon vor dem Besuch eins reservieren, denn an beliebten Wochenenden können alle Fahrräder ausgebucht sein.

WO SCHLÄFT MANN?

Provincetown hat viele wunderschöne Cottages, die man für eine Woche oder einen Monat mieten kann. Die meisten Urlauber nutzen diese Möglichkeit. Es ist sehr empfehlenswert, rechtzeitig zu buchen. Eine gute Übersicht über das Angebot bekommt man unter HARBORSIDE-REALTY.COM oder unter PTOWN4SALE.COM. Die Spannweite der Preise reicht von 1.550 bis 6.200 Euro pro Woche für ein Haus. Das mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, doch viele Häuser kann man sich gut mit Freunden teilen.

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