02. Jul 2009 | People |
GRATULIERE HELLA!
Mit „Alles Nichts Oder?!“ wurde sie bekannt, drehte dann eine Produktion nach der anderen ab und ist heute vor allem als ungeduldige Mitraterin bei Genial daneben präsent. Hella von Sinnen war aber schon immer mehr als nur die laute Unknudel, die sie so oft gibt. Laut und leidenschaftlich streitet die Entertainerin mindestens ebenso lange für die Rechte von Frauen, kämpft für die gesellschaftliche Akzeptanz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender und setzt sich für HIV-Prävention ein. Für diesen Mut wird Hella von Sinnen im Rahmen des CSD Köln „Die KLuST – die Kölner Lesben- und Schwulentrophäe“ verliehen. Die Verleihung findet am Samstag, den 4.7.2009, gegen 19:50 Uhr auf der CSD-Hauptbühne am Heumarkt statt. Die Laudatio hält Ralph Morgenstern. Hella von Sinnen wird die Trophäe persönlich entgegen nehmen. •fj/KLuST
INFO
Ein Überblick zeigt das vielfältige Engagement Hellas:
- In den 80ern engagiert sich Hella von Sinnen in der Frauenbewegung. Dabei schreibt sie u. a. Artikel für die „Emma“. Im Oktober 1987 lässt sie als Covergirl auf der Emma zur Titelgeschichte „Die potente Frau“ den Sekt sprudeln.
- 1983–1985 gestaltet sie die Kölner Frauenzeitung namens „Kobra“ mit.
- 1990 bei der Bambi-Verleihung öffentliches Coming-out vor laufenden Fernsehkameras mit einem persönlichen Dank an die damalige Lebensgefährtin. Der Sender schneidet die Passage bei der Übertragung heraus.
- 1992 gemeinsame Teilnahme von Hella von Sinnen und Cornelia Scheel an der „Aktion Standesamt“ des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland (LSVD). Am 19.8. bestellen mehr als 250 Paare das Aufgebot. Hella von Sinnen und Cornelia Scheel ziehen bis vor das Bundesverfassungsgericht, um ihr „Recht auf Heirat“ einzuklagen. Die Klage scheitert.
- 1993 bringen Hella von Sinnen und Cornelia Scheel aus einem gemeinsamen Hawaii-Urlaub den Gruß „Aloha“ mit. In der Filmdose grüßt sie gemeinsam mit Georg Uecker und Georg Roth erstmals das Publikum auf hawaiianische Art. Heute ist „Aloha“ die schwul-lesbische Antwort auf Alaaf und Helau.
- 1995–1999 ist Hella von Sinnen die erste Präsidentin der Rosa Sitzung, der legendären ersten schwul-lesbischen Karnevalssitzung.
- 1997 erscheint die Single „Mein coming out“.
- 1999 nimmt Hella von Sinnen mit Rosenstolz das Hochzeitslied "Ja, ich will" auf.
- Hella von Sinnen engagiert sich seit Jahren für die Aidshilfe (u. a. Skat gg. Aids) und setzt sich für Aids-Prävention ein. Bis heute legendär mimt sie 1990 in dem BZgA-Spot „Supermarkt“ eine Kassiererin, die Ingolf Lück als Kunden mit der lautstarken Nachfrage „Tiiina, wat kosten die Kondome“ in Verlegenheit bringt.
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