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01. Mär 2009 | Gesellschaft

 

KONTROVERS: STRICHER IN BERLIN

Ob am Zoo, im Tiergarten oder in den Stricherkneipen am Nollendorfplatz: die Prostitution junger Männer reißt nicht ab. Trotz einem wachsenden Angebot an Ausbildungsplätzen und verstärkter Integrationsarbeit wurde 2007 die Zahl der Stricher in Berlin auf 2.500 geschätzt.

Allein der gemeinnützige Verein SUB/WAY e. V. erreichte im vergangenen Jahr 1.271 Jungs, 75,2 Prozent davon mit ausländischen Wurzeln.
In Gesprächen mit den Sozialarbeitern des Berliner Vereins werden vor allem Armut, Obdachlosigkeit oder Gewalterfahrungen als Beweggründe genannt. Gewalt müssen Stricher auch immer wieder auf der Straße erleben. Hilfe erfahren sie bei SUB/WAY in vielerlei Hinsicht: „Um über realistische Zukunftsperspektiven gemeinsam nachdenken zu können, ist es wichtig, dass die wichtigsten Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Kleidung, Hygiene und Wohnen gesichert sind. Außerdem können sie mit den Sozialarbeitern Informations- und Beratungsgespräche führen. Jeden Freitag ist eine Ärztin im Haus, die die Jungs kostenlos und anonym berät und behandelt.“ •fj


SUB/WAY, NOLLENDORFSTR. 31, U NOLLENDORFPLATZ, (030) 215 57 59

 
 
 
 
 

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