23. Nov 2009 | Gesellschaft |
160 MORDE AN TRANS-PERSONEN IN EINEM JAHR
Seit 1999 findet jährlich im November der „Transgender Day of Remembrance“ statt. In Erinnerung an die am 28. November 1998 ermordete Rita Heester, machen weltweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen auf die zunehmende Zahl ermordeter Trans-Personen aufmerksam.
Ursprünglich aus den USA stammend, findet der TDOR mittlerweile in vielen Teilen der Welt statt. Dieses Jahr finden Veranstaltungen zum TDOR in mehr als 120 Städten in 17 Ländern in Afrika, Asien, Europa, Nordamerika und Ozeanien statt.
Traurigerweise müssen in 2009 mehr als 160 Menschen zur Liste jener, an die erinnert werden muss, hinzugefügt werden, wie eine Aktualisierung der vorläufigen Ergebnisse von Transgender Europes neuem Forschungsprojekt, dem „Trans Murder Monitoring“-Projekt, offenbart.
Die vom Forschungsteam des „Trans Murder Monitoring Projekt“ zusammengestellten Daten ergeben sich aus einer weltweiten systematischen Erfassung, Zusammenstellung und Analyse von Todesfällen von Trans-Personen. Sie offenbaren eine Gesamtzahl von 162 berichteten Fällen zwischen dem 20. November 2008 und 12. November 2009. Alleine in den ersten 10 ½ Monaten von 2009 wurden 150 Morde an Trans-Personen berichtet.
Es ist davon auszugehen, dass diese Zahl nur einen Bruchteil der tatsächlichen Morde an Trans-Personen darstellt, da die Statistik nur die tatsächlich zur Anzeige gebrachten Mordfälle berücksichtigt.
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